Pflegekosten steuerlich absetzen: Ein Leitfaden für 2024

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Pflegekosten steuerlich absetzen

Dein Leitfaden für 2024

Die Pflege eines Angehörigen stellt viele Familien nicht nur vor emotionale, sondern auch vor finanzielle Herausforderungen. Doch es gibt gute Nachrichten: Das deutsche Steuerrecht ermöglicht es Dir, einen Teil dieser Pflegekosten von der Steuer abzusetzen. Dies kann eine willkommene finanzielle Entlastung bedeuten. Hier erfährst Du, wie Du Pflegekosten als außergewöhnliche Belastungen oder als haushaltsnahe Dienstleistungen in Deiner Steuererklärung angeben kannst.

Welche Pflegekosten sind absetzbar?

Zu den absetzbaren Kosten zählen unter anderem:

  • Pflegeheimkosten: Dazu gehören Unterbringung, Verpflegung und Betreuung in einem Pflegeheim.
  • Ambulante Pflegedienste: Kosten für die Betreuung zu Hause durch professionelle Pflegedienste.
  • Tages- und Nachtpflege: Betreuung in spezialisierten Einrichtungen während des Tages oder der Nacht.
  • Kurzzeit- und Verhinderungspflege: Temporäre Pflegeleistungen, wenn die Hauptpflegeperson verhindert ist.
  • Zuzahlungen zu Hilfsmitteln und Medikamenten: Nicht von der Krankenkasse gedeckte Kosten.
  • Fahrtkosten: Fahrten zur medizinischen Behandlung (nicht Besuchsfahrten).
  • Umbaumaßnahmen: Anpassungen im Wohnraum für Barrierefreiheit, wie Badumbau oder Treppenlift.
  • Haushaltshilfen und Alltagshelfer: Unterstützung im Haushalt durch Dritte.
  • Unterhaltszahlungen für Pflegebedürftige: Finanzielle Unterstützung, die direkt für die Pflege aufgewendet wird.

Außergewöhnliche Belastungen und haushaltsnahe Dienstleistungen

Du kannst Pflegekosten zum Teil als außergewöhnliche Belastungen absetzen. Dabei musst Du allerdings einen Eigenanteil selbst tragen, der sich nach Deinem Einkommen, Familienstand und der Anzahl Deiner Kinder richtet. Indirekt mit der Pflege verbundene Kosten, wie für haushaltsnahe Dienstleistungen, bieten weitere Absetzmöglichkeiten – hier kannst Du bis zu 20.000 Euro pro Jahr ansetzen und davon 20% abziehen, also maximal 4.000 Euro.

Voraussetzungen für die Absetzbarkeit
Um Pflegekosten als außergewöhnliche Belastungen abzusetzen, muss entweder eine anerkannte Pflegebedürftigkeit vorliegen oder die Kosten müssen aufgrund einer Krankheit entstanden sein. Wichtig: Du kannst nur die Kosten absetzen, die Du selbst getragen hast und die nicht von Versicherungen oder anderen Kostenträgern erstattet wurden.

Berechnung des zumutbaren Eigenanteils
Bevor Du Dich an die Steuererklärung machst, solltest Du den zumutbaren Eigenanteil berechnen. Dieser hängt von Deinem Einkommen, Familienstand und der Anzahl Deiner Kinder ab. Nur die Kosten, die diesen Eigenanteil übersteigen, bieten Dir eine steuerliche Entlastung.

Fazit
Die Möglichkeit, Pflegekosten von der Steuer abzusetzen, kann eine bedeutende finanzielle Unterstützung darstellen. Eine sorgfältige Planung und Dokumentation Deiner Ausgaben kann Dir helfen, den maximalen steuerlichen Vorteil zu erzielen. Nutze diese Chance, um die finanzielle Last der Pflege zu verringern.

​P.S. Wie gehst Du mit den Herausforderungen der Pflege um? Welche Tipps hast Du für andere in ähnlichen Situationen? Teile Deine Erfahrungen und Ratschläge in den Kommentaren.

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Hi, ich bin Bianca

die Gründerin von Save Prepared by Herzensmenschen und Bundesvorsitzende für Gesundheit und Pflege der Bundesverbraucherhilfe

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